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Mit der Beauftragung Gottfried Silbermanns für einen Orgelneubau in der Kapelle auf Schloss Burgk, einer wehrhaften mittelalterlichen Anlage im heutigen ostthüringischen Saale-Orla-Kreis, kam es zu einem der wenigen Orgelprojekte Silbermanns außerhalb des heutigen Gebietes von Sachsen. Das CD-Programm „Variations on Silbermann“ ist eine Hommage an dieses 1743 geweihte Kleinod des späteren Silbermann – und an Komponisten des 17. und 18. Jahrhunderts, die aus dem mitteldeutschen Raum stammen (Matthias Weckmann aus Niederdorla bei Mühlhausen, Johann Caspar Kerll aus Adorf im Vogtland, Johann Kuhnau aus Geising im Erzgebirge, Georg Friedrich Händel aus Halle, Johann Sebastian Bach aus Eisenach) oder in ihm wirkten (Johann Pachelbel in Eisenach, Gotha, Erfurt) – inklusive dem Ausblick auf den Neapolitaner Alessandro Scarlatti, dessen wegweisendes Schaffen für Tasteninstrumente allzu häufig von dem seines Sohnes Domenico Scarlatti überdeckt wird.
Das Programm stellt sowohl ganz wörtlich Variationswerke aus der Entstehungszeit der Burgker Silbermann-Orgel als auch die gesamte Palette barocker Struktur- und Klangkonstellationen auf einem einmanualigen Instrument vor. Dies geschieht mit einem vielfarbigen, virtuosen und emotional vielfältigen Zugriff. Daniel Beilschmidt, Universitätsorganist in Leipzig und Schlossorganist in Altenburg, ist nicht weit entfernt von Schloss Burgk aufgewachsen und kennt das Instrument und seine klanglichen Möglichkeiten sehr genau.