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Vier repräsentative Schlüsselwerke aus dem reichhaltigen Orgelschaffen Max Regers hat István Ella an der Jehmlich-Orgel der Kirche St. Wolfgang in Schneeberg eingespielt. In der herausragenden Interpretation des ungarischen Ausnahmeorganisten erklingen die zweite Orgelsonate, Introduktion und Passacaglia f-Moll, Fantasie und Fuge d-Moll sowie die Choralfantasie „Straf mich nicht in deinem Zorn“. Die 1998 nach dem vollendeten Wiederaufbau der im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigten Kirche errichtete Jehmlich-Orgel erweist sich in ihrer Klangvielfalt als hervorragend für diese Werke geeignetes Instrument. István Ella ist mit ihren Möglichkeiten zudem eng vertraut – nach einer CD mit Werken von Mendelssohn, Rheinberger, Reger und Liszt (VKJK 0127) sowie der Gesamteinspielung von Liszts Orgelwerken (VKJK 1019, 5-CD-Box) ist es bereits seine dritte CD-Einspielung für querstand, die er an dieser Orgel realisierte. Max Regers Zweite Sonate in d-Moll op. 60 entstand 1901 in der fruchtbarsten Periode seines Orgelschaffens und zeigt das Ergebnis seiner Beschäftigung mit der Gattung der Orgelsonate auf eine für ihn charakteristische Weise. Die Choralfantasie „Straf mich nicht in deinem Zorn“ op. 40/2 schuf er etwa zeitgleich; unter seinen Beiträgen zu dieser Gattung bildet sie einen Höhepunkt. Der Komponist ließ sich bei dieser Choralfantasie sowohl durch die Gestalt der Melodie als auch durch den Liedtext inspirieren, der eine Umdichtung eines der Bußpsalmen, Psalm 6, enthält. Die Introduktion und Passacaglia f-Moll aus den „Monologen“ Regers op. 63 gehört zu den meistgespielten Orgelwerken des Meisters. Er schrieb sie im Jahre 1900 für die Sauer-Orgel in Schönberg. Aufgrund ihrer Entstehungszeit am Ende des Lebens Regers wird die Fantasie und Fuge d-Moll op. 135 b als „orgelmusikalischer Schwanengesang“ gedeutet. Das Werk erklingt hier in der vom Komponisten selbst gekürzten zweiten Fassung.