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Historische Dokumente auszuwerten ist immer wieder spannend. Der Altenburger Geschichts- und Hauskalender für das Jahr 2026, der 35. Jahrgang der neuen Folge, bietet eine größere Zahl an Beispielen dafür. Schon die Fundumstände können ziemlich speziell sein, wenn etwa Grit Martinez über die beim Abriss einer Altenburger Gartenlaube entdeckten, seit 1933 dort eingemauert gewesenen SPD-Parteibücher berichtet. Auch archäologische Funde stellen in gewisser Weise Dokumente über das Leben unserer Altvorderen dar, etwa die Siedlungsspuren, die bei Grabungen an Maststandorten einer Stromleitung im südlichen Altenburger Land gewonnen werden konnten. Wenn die Dokumente das bisherige historische Bild bestätigen, ist das eine schöne Sache, aber wenn man welche entdeckt, die diesem Bild widersprechen, muss man genauer überlegen und kommt bisweilen auch Fälschungen auf die Spur. Karlheinz Hengst berichtet etwa aus der Frühgeschichte der Stadt Schmölln über den in einer Urkunde genannten Graf Bruno und den Umstand, dass es diesen Grafen zumindest in der bisher postulierten Form nie gegeben hat.
Wie immer bietet der Altenburger Geschichts- und Hauskalender auch im 2026er Jahrgang ein breites Spektrum an interessanten historischen, naturkundlichen und kulturellen Beiträgen sowie Würdigungen verdienter Persönlichkeiten.
Ein Dokument ganz besonderer Art ziert seine Titelseite. 1967 wurden im Lindenau-Museum Altenburg fünf frühitalienische Tafelgemälde gestohlen. Über diesen bis heute nicht aufgeklärten Raub, der gerade in Zeiten der Diebstähle im Bode-Museum Berlin, im Grünen Gewölbe Dresden oder im Louvre in Paris besonderes Interesse hervorrufen könnte, bisher aber publizistisch völlig unbearbeitet war, berichtet Mirko Krüger in seinem Beitrag. Die Gemälde sind zumindest noch als Fotos überliefert, und eines davon, eine gegen Ende des 15. Jahrhunderts in Florenz entstandene Madonna, ist auf der aktuellen Titelseite zu sehen. Verschiedene Rückblicke auf das Geschehen der vergangenen 12 Monate und ein Statistikteil runden das Buch in gewohnter Weise ab.
Kalendarium
Chronik Januar bis Dezember 2024
Altenburgica-Neuerscheinungen 2024/2025
Rückblick auf Kulturereignisse des vergangenen Jahres
Rückblick auf Sportereignisse des vergangenen Jahres
Urgeschichte an einer Stromtrasse im Altenburger Land
976 – 2026: Ersterwähnung Altenburgs vor 1050 Jahren
Impressionen aus Europa und Asien
Die Albert-Einstein-Straße in der Neuen Welt
Ein Frauenleben 1913 – 1999
Hans Schiffmann – der nie verurteilte Massenmörder aus Löbichau
Der Bau einer Kirche in Mumsdorf
330 Jahre Wasserschloss Dobitschen – Überblick über die jüngsten Entwicklungen
Das Spielkartengeheimnis einer alten Truhe
Der Vogtländische Altertumsforschende Verein zu Hohenleuben feiert 200-jähriges Jubiläum
Franz Schlegel – ein Leben für die Zoologie (Teil II)
Neue Erkenntnisse zur Burg Posterstein als Gerichtsort
Das Bauernhaus auf der Altenburger Landesausstellung 1886
Herzog Josephs Herz und der Vierschwesternplatz
Das Ernestinum im Dritten Reich
Vergessene Stimmen – Die Altenburger SPD der 1920er und 1930er Jahre: Ein Zufallsfund in einer Gartenlaube
Beiträge zur Familienforschung
Zum Raum Schmölln als frühem Kirchengut und zum vermeintlichen Grafen Bruno
Eine Ruine wie auf einem Bild von Caspar David Friedrich
Der „Schnallensturm“ von 1841 in Ronneburg (Teil III)
Der Schmöllner Pfefferberg
Zum Buch „Die Gründungs- und Frühgeschichte des Augustiner-Chorherrenstifts St. Marien auf dem Berge zu Altenburg“
Zum Buch „Aus dem Dunkel der Vorzeit. Altenburgs prähistorische Sammlung in neuem Licht“
Moderne Landnutzung verdrängt die Brutvögel des Dorfrands und der Agrarlandschaft
Kosma – ein Dorf mit zwei Schulen
Die Schulmeisterfamilie Gründler in Regis 1686 – 1742
Erinnerungen an Ernst Daube (Sporgel)
Repräsentation, Theatralik, Vergnügen: Aufzüge und Ritterspiele am fürstlichen Hof zu Altenburg
Hans Fallada in Tannenfeld und Posterstein
Unterwegs zur Bildungslandschaft – ein Masterplan für die Zukunft der Altenburger Museen
Die Rochlitzer Orgelbaufirma Schmeisser und die Altenburger Trost-Orgel
„Nicht die geringsten Verdachtsmomente“
Medaillen erinnern an die Seckendorffs in Meuselwitz
Bergerlebnisse im Balkan zu DDR-Zeiten 1976 – 1987 (Teil II)
Altenburger Sportgeschichte – Verdienstvolle Turner im Blick
Erinnern – Gedenken – Bewahren
Peter Sachenbacher (1944 – 2025)
„Ich habe dann genau das machen können, was ich von Anfang an eigentlich wollte: etwas entwickeln“
Ursula Jobst
Zum 100. Todestag von Alfred Hermann Wanckel (1855 – 1925)
Gebietskalender Altenburger Land
Broschur
17 x 24 cm
248 Seiten
über 200 Abbildungen
Deutsch
ISBN: 978-3-95755-100-9