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Die Bedeutung der Zahl 32 ist so gut wie jedem Altenburger geläufig – schließlich hat ein Skatblatt exakt so viele Karten. Daraus lassen sich in der Praxis übrigens rund 2,75 Billiarden verschiedene Kartenverteilungen für ein gültiges Skatspiel gewinnen. Spielt man 48er Serien, ergeben sich etwa 57 Billionen Serien – bei einem Zeitlimit von zwei Stunden würde es also 114 Billionen Stunden oder etwa 13 Milliarden Jahre (das entspricht ungefähr der Zeit vom Urknall bis heute) dauern, bis sich an einem ununterbrochen spielenden Vierertisch zwingend eine exakte Doppelung der Kartenverteilung ereignen muss.
Der Altenburger Geschichts- und Hauskalender für das Jahr 2023 ist der 32. Jahrgang der neuen Folge – und ob des geschilderten Hintergrundes mag es vielleicht überraschen, dass sich kein einziger seiner Beiträge dem Thema Skat widmet. Aber die Stärke dieses beliebten Jahrbuches für das Altenburger Land ist seit jeher seine Themenvielfalt, und das stellt sich auch im 2023er Jahrgang nicht anders dar. Der Leser erfährt beispielsweise vom Schicksal der ältesten bekannten Fahne Mitteldeutschlands und von dem des nach Herzog Ernst II. von Sachsen-Altenburg benannten, 1912 vom Stapel gelaufenen Schiffes. Die große Brandkatastrophe in Ruppersdorf 1835 wird ebenso beleuchtet wie ein Grubenunglück am Rusendorfer See 1942. Aber auch Themen mit (überwiegend) erfreulichem Hintergrund finden sich in reichhaltiger Fülle, so der erste Teil einer großen Abhandlung über das 500-jährige Jubiläum des Friedrichgymnasiums in Altenburg, die zu einem guten Ende gekommene Sanierung der Orgel in Stünzhain oder alte und neue Konzepte im Schrebergartenwesen (nicht nur) in Altenburg. Letzterer Beitrag weist ebenso in die jüngste Vergangenheit wie beispielsweise die Betrachtung einer Ausstellung über das Kulturhaus „Stadt Schmölln“, kurz „Esse“ – diese Ausstellung zählt zu den erfolgreichsten und meistrezipierten in der Geschichte des Museums Burg Posterstein.
Wie jedes Jahr gedenkt der Hauskalender auch Persönlichkeiten mit Bezug zu Altenburg oder dem Altenburger Land. Unter diesen findet sich der unlängst verstorbene vielseitig begabte Künstler Walter Libuda, der im Jahr 2000 mit dem Gerhard-Altenbourg-Preis des Lindenau-Museums ausgezeichnet wurde. Aus seinem Schaffen stammt auch das Ölgemälde „Zweistrom“, das auf dem Cover des Kalenderjahrgangs 2023 zu sehen ist. Verschiedene Rückblicke auf das Geschehen der vergangenen 12 Monate und ein Statistikteil runden das Buch in gewohnter Weise ab.
Kalendarium
Chronik Januar bis Dezember 2021, Gustav Wolf
Altenburgica-Neuerscheinungen 2021/2022 Gustav Wolf
Rückblicke auf das vergangene Jahr
Rückblick auf Kulturereignisse des vergangenen Jahres
Rückblick auf Sportereignisse des vergangenen Jahres
Historische Denkwürdigkeiten, Wolfgang Enke/Gustav Wolf
Zeitgeschichte
Jordanien, Israel und Palästina, Siegfried Köster
Historische Beiträge zu Altenburg und dem Altenburger Land
Das Franziskanerkloster zu Altenburg, Dr. Lutz Jansen
Die Stadt Altenburg im 14. Jahrhundert, Gustav Wolf
Große Familien – Große Namen: Die Schlegels aus Altenburg (Teil III), Renate Schönfuß-Krause
Die Roten Spitzen – Studien zur Frühzeit des St. Marienstiftes zu Altenburg, Dr. Markus J. Anhalt
Brandkatastrophe 1835 in Ruppersdorf, Karlheinz Weidenbruch
Einst in Altenburg und heute verschollen: Die älteste erhalten gebliebene Fahne Mitteldeutschlands, Jens Hild
Der Lebens- und der Sterbetaler mit dem Bildnis von Herzog Friedrich Wilhelm III. von Sachsen-Altenburg (1657 – 1672), Andreas Adler
Verlorene Heimat: Kindheitserinnerungen Arno Kaisers aus Korbußen Udo Kügler/Jens Böhme/Christoph Mohr
Die Reise der „Herzog Ernst“ ins kalte Verderben, Heinz-Siegfried Strelow
Hans Friedrich Stube und sein Aufruf an die Altenburger Bauern, Andreas Klöppel
Die Kannenmacherfamilie Rabe aus Bocka, Lore-Christine Jaschke/Gert Schreiber
Die Altenburger Exklave Rußdorf, Frank Heinzig
Das schwere Grubenunglück am Rusendorfer See, Reinhard Steinert
Naturkundliches aus dem Altenburger Land Zwischen Pleiße und Leinawald: Die Vogelwelt
als Anzeiger des Zustands der Agrarflur, Dr. Norbert Höser
Aus Wirtschaft und Verwaltung
Urbaner Gartenbau trifft auf Schrebergärten, Dr. Grit Martinez
Bader, Chirurgen, Ärzte: Abriss zum Gesundheitswesen in Dobitschen (Teil I), Bärbel Berkholz
Das Haus der Landwirte am Weibermarkt und sein Verein, Dr. Ulrich Benndorf
Franz Anton Kunze – gärtnerischer Hoflieferant, Regina Kunze
Uranerzbergbau in Sachsen und Thüringen: Die Sanierung der Hinterlassenschaften Klaus Hofmann
Als die ersten Kraftfahrzeuge auftauchten, Dorit Bieber
Eine lokalgeschichtliche Ausstellung mit reger Besucherbeteiligung: „Damals in der ‚Esse‘“, Marlene Hofmann
Villengärten in Altenburg, Sabine Hofmann
In städtischen Akten geblättert … (I): Der Altenburger Hundeschlag von 1736, die Einführung
der Hundesteuer 1803 und ihre Renovation 1833, Susan Pleintinger
Zur Geschichte des ältesten Gymnasiums der Stadt Altenburg (I), Wolfgang Enke (unter Mitarbeit von Manfred Dittrich)
Aus Kunst und Kultur der Region
Fußball-Jubiläum bei Motor Altenburg 2022, Reinhard Weber
Abenteuer Pamir –
Expedition in die Bergwelt Tadshikistans (Teil III), Rainer Bauch/Edgar Nönnig
Ein Glücksfall für das Altenburger Landestheater in der Wendezeit, Frieder Krause
Die Geschichte der Orgel zu Stünzhain, Dr. Felix Friedrich
Bundesförderung Lindenau21PLUS, Steven Ritter
Siehmhunnertfuffzj Gohre Fuknarf, Wido Hertzsch
Broschur
17 x 24 cm
224 Seiten
über 200 Abbildungen
Deutsch
ISBN: 978-3-95755-078-1