Männer haben's schwer, nehmen's leicht
„Wann ist ein Mann ein Mann?“, fragte Herbert Grönemeyer vor 40 Jahren. Vor 400 Jahren stellte man sich diese Frage auch schon, und die Antworten sind noch heute spannend, zumal wenn sie intelligent in Musik gesetzt worden sind. Der 2026er Jahrgang der Händel-Festspiele in Halle steht unter dem Motto „Mannsbilder: Helden, Herrscher, Herzensbrecher“ und bietet zahlreiche Optionen, über die Erwartungshaltungen an einen Mann im Barock nachzudenken. Vom 5. bis zum 14.6. finden mehr als 80 Veranstaltungen im Festivalrahmen statt, und zudem ist bereits seit 29.5. unter dem Titel „Mannsbilder: Too hot to Händel?“ eine neue Sonderausstellung im Händel-Haus zu sehen.
Im Barock fußten die Erwartungshaltungen an einen Mann nicht selten auf antiken Vorbildern. Zu den beliebtesten (und noch heute grundsätzliche Relevanz aufweisenden) Motiven gehörte das von Herkules am Scheideweg, das vom Händelfestspielorchester und dem Stadtsingechor Halle unter Leitung von Clemens Flämig mit einem Pasticcio aus Werken von Georg Friedrich Händel und Johann Sebastian Bach illustriert worden ist. Die Doppel-CD „Hercules“ ist als vierter Teil der Serie „haendeliana hallensis“ erschienen.
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