Die Spur von Altenburg nach Athen
Über Jahrhunderte hinweg heiratete der europäische Hochadel nur unter sich selbst, was zu mannigfaltigen, aus heutiger Sicht bisweilen kurios anmutenden Verflechtungen führte. Gleichzeitig ist es hochinteressant, diesen Spuren nachzugehen, etwa bei der justament, am 15.1.2026, im Alter von 83 Jahren verstorbenen Prinzessin Irene von Griechenland, die sich als Ururenkelin von Prinzessin Alexandra von Sachsen-Altenburg entpuppt. Der Weg führt in diesem Fall aber nicht direkt von Altenburg nach Athen, sondern über St. Petersburg: Alexandra heiratete den russischen Großfürsten Konstantin, und beider Tochter Olga wurde die Frau des Königs Georg I. von Griechenland, der wiederum eigentlich ein Prinz aus dem Hause Schleswig-Holstein-Sonderburg-Glücksburg war. Von diesem Ehepaar führt der Weg nunmehr geradlinig über die Könige Konstantin I. und Paul I. zu Irene, die unverheiratet blieb, als Konzertpianistin aktiv war und ab 1981 bei ihrer Schwester, Königin Sophia von Spanien, in Madrid lebte.
Alexandra wiederum war Tochter von Herzog Joseph von Sachsen-Altenburg (der folglich Urururgroßvater von Irene war) und hatte noch fünf Schwestern, von denen drei das Erwachsenenalter erreichten. In der Nähe des Schlosses „Fröhliche Wiederkunft“ in Wolfersdorf im einstigen Westkreis des Herzogtums Sachsen-Altenburg, heute im Saale-Holzland-Kreis gelegen, gibt es einen Vierschwesternplatz, der mit diesen vier Prinzessinnen in Verbindung steht. Was es damit auf sich hat, das verrät Jens Hild in seinem Beitrag im justament erschienenen Altenburger Geschichts- und Hauskalender 2026.