Der vergessene Spätromantiker

Die Spätromantiker der zweiten Reihe hatten es in der Wahrnehmung der Folgegenerationen oft sehr schwer. Das trifft auch auf Richard Wetz (1875–1935) zu, dessen Werke nach seinem Tod schrittweise aus der aktiven Musikpflege verschwanden, obwohl man beispielsweise 1955 noch in mehreren Festveranstaltungen seines 80. Geburtstages und 20. Todestages gedachte. Nur punktuell taucht Musik von ihm heute im Konzert auf. Der Dirigent Lukas Tobias Sommer hatte 2025 den 150. Geburtstag und 90. Todestag von Wetz zum Anlass genommen, mit seinem Ensemble Ad Astra und dem Organisten Kilian Homburg wieder einige Werke dieses Tonschöpfers aus der Vergessenheit zu holen und sie auf CD zu veröffentlichen. In diesem Kontext entstand auch ein durch die Stiftung Haus Oberschlesien unterstützter Film von KampradMedia, der das Lebenswerk von Wetz als Komponist, Dirigent und Lehrer und seinen Weg von Oberschlesien nach Sachsen und Thüringen nachzeichnet.

Dieser Film erlebte seine Premiere beim Jubiläumskonzert für Wetz am 21.11.2025. Nun ist er auch auf dem YouTube-Kanal der Verlagsgruppe Kamprad zu sehen.

 

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