Der aussterbende Forschungsgegenstand
Die in die Thüringisch-Obersächsische Dialektgruppe gehörende altenburgische Sprache ist vom Aussterben bedroht und wird außerhalb von Traditionsveranstaltungen kaum noch aktiv gesprochen. Auch schriftliche Zeugnisse in Form von literarischer Produktion sind in jüngerer Zeit eher rar. Trotzdem bleibt diese Mundart ein interessanter Forschungsgegenstand, in der Gegenwart hauptsächlich von Volker Kibisch, dem langjährigen Leiter des Altenburger Folkloreensembles, sowie von Wido Hertzsch, dem Kreisheimatpfleger des Altenburger Landes, untersucht. Letzterer hat vor einigen Jahren mit „Ha hong heng!“ ein Standardwerk zur Altenburger Mundart vorgelegt, mit dem große Mengen von Wissen über selbige der Nachwelt erhalten bleiben können.
Aber die Herausgabe dieses Standardwerkes bedeutete nicht das Ende der Forschungen von Wido Hertzsch – im Gegenteil: Er arbeitet weiter intensiv daran, die eine oder andere mangels Quellenmaterials bisher offengebliebene Lücke noch zu schließen, und er entdeckt auch immer wieder Fakten, Werke oder Autoren, von denen bisher in der Forschung noch niemand etwas wusste. Einige dieser Novitäten stellt er nun in einem „Neues zur Altenburger Mundart“ betitelten Vortrag in der Veranstaltungsreihe der Geschichts- und Altertumsforschenden Gesellschaft des Osterlandes zu Altenburg e.V. vor: am 29.4. um 19.00 Uhr im Bachsaal des Residenzschlosses Altenburg.
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