26 Millionen Ziegel für ein Symbol

Stellt die Geländetopographie schon den Straßenbau nicht selten vor gewisse Hindernisse, so sind diese beim Eisenbahnbau oftmals noch deutlich größer. Die Bahnstrecke Leipzig–Hof, deren Baubeginn 1841 stattfand, bietet ein Paradebeispiel dafür. Während der Streckenteil durch die eher flache Leipziger Tieflandsbucht zwischen Leipzig und Altenburg schon 1842 eröffnet werden konnte, wuchsen die Herausforderungen im hügeligen bis mittelgebirgigen Vogtland deutlich an, besonders hinsichtlich der Talquerungen. So entschloss sich, nachdem ein Wettbewerb für die Lösung der Aufgabe der Querung des Göltzschtales kein realisierbares Ergebnis erbracht hatte, der Vorsitzende der Prüfungskommission Johann Andreas Schubert zu einem eigenen Entwurf auf neuen Theoriegrundlagen. In fünf Jahren Bauzeit wurden letztlich 26 Millionen Ziegel verbaut, und am 15.7.1851 konnte die Göltzschtalbrücke zusammen mit der fast baugleichen, aber etwas kleineren Elstertalbrücke eingeweiht und somit die Gesamtstrecke Leipzig–Hof erstmals durchgehend befahren werden. Dass Schubert als „Vater“ der Brücken zur Einweihung nicht eingeladen war, ist wieder eine andere Geschichte …

In den 175 Jahren ihrer Existenz ist die Göltzschtalbrücke – noch heute die größte Ziegelsteinbrücke der Welt – jedenfalls zu einem Wahrzeichen und einem Symbol für das Vogtland geworden. Als solche sieht man sie auch in Nr. 131 des Gewandhaus-Magazins. In welchem Kontext sie dort steht? Lesen bzw. schauen Sie selbst!

 

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